Märchen


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Abgeschickt von Jasmin Schöntaube am 20 August, 2004 um 17:51:56

Prinzessin Kathrin und der Drache

Es war einmal vor noch nicht so langer Zeit in einen Land namens Sola- Quasi, da lebte die Prinzessin Kathrin. Kathrin war eine weise und gerechte Prinzessin nur ihre Untertanen machten ihr manches Mal Ärger. In diesem Land stand ein altes, großes Schloss, hoch über den Köpfen der Bauern, in dem die großen Herrscher des Landes lebten. Die Herrscher waren ihren Bauern gut gesonnen und hielten ihre Tore immer für sie offen. Aber es verlief sich eher selten ein einfacher Bauer zum Schloss. Der Grund hierfür lag weniger bei den Herrschern sondern viel mehr an den furchterregenen Anblick den das Schloss schon von weiten bot. So trug es sich eines Tages zu, dass ein fürchterlicher Drache namens Préjugé den langen Weg zum Schloss erklam und die Herrscher vertrieb. Er eroberte das Schloss und seit je her verbreitete er Angst und Schrecken im ganzen Land. Auch Prinzessin Kathrin und ihre Untertanen litten lange Zeit unter den Drachen. Es gab im ganzen Land keinen Helden keinen Abenteurer, keinen Prinzen und keinen mutigen Ritter der es schaffte den Drachen in die Knie zu zwingen und das Land zu befreien. Kathrin wusste sich keinen anderen Rat mehr als dem Drachen selber mutig gegenüber zu treten und ihn zu besiegen. Also machte sie sich auf den Weg zum Schloss mit nichts weiter bewaffnet als ihren wachen Verstand und einen kleinen Schwert. Unten im Tal stand ein mächtiges, schweres Eisentor, das den Weg zum Schloss freigab. Kathrin durchschritt das Tor und vor ihr eröffnetet sich ein breiter, steiniger Weg, der sich bis in die höchsten Wipfel des Berges schlängelte auf dem das Schloss stand. Der Weg war von finsteren, dichten Wäldern umgeben, in denen die wenigen Sonnenstrahlen die sich mühsam ihren Weg durch die Bäume kämpften, gefährlich aufblitzten. Kathrin versuchte sich davon nicht einschüchtern zu lassen und schritt mutig voran den Drachen zu töten. Plötzlich ward es ihr so als hörte sie wie jemand, erst leise dann immer deutlicher, ihren Namen rief. Sie war umgeben von flüsternden Stimmen die tief aus den Wäldern zu ihr drangen. Die Stimmen rieten ihr leise aber bestimmt wieder umzukehren. Aber Kathrin lies sich davon nicht einschüchtern. Als sie am Schloss ankam, musterte sie es in seiner vollen Pracht. Sie stellte fest, dass das Schloss nicht nur von weiten, einen Furcht einflößenden Anblick bot, aus der Nähe wirkte es noch viel Furcht einflößender und einschüchternder. Es bestand aus mehreren Flügeln und 3 hohen Türme. Die mächtigen Türme ragten bis weit in den Himmel. Das Schloss wirkte als lauerte es bedrohlich zwischen den Bergen, sein riesiges Tor wirkte wie der mächtige Schlund eines Tieres, das nur darauf wartete Kathrin zu verschlingen. Rechts und links neben den Eingang standen auf einen Sims jeweils ein mächtiges Monster as Stein. Diese sahen aus wie Löwen mit weit gespannten Flügeln. Der linke Löwe hatte seine Beine angewinkelt, als wolle er sich jeden Moment auf sie stürzen und sie in Stücke reißen. Der rechte Löwe fletschte seine Zähne hungrig und hob eine Pranke warnend ´gen Himmel. Mit seinen scharfen Krallen hätte er einen ausgewachsenen Mann mit einem Schlag töten können. Aber das war noch nicht das schlimmste, nein das schlimmste war das Furchterregende Wutgeschrei des Drachen, dass aus den obersten Stock zu ihr drang. Kathrin spürte wie ihr Herz immer schneller schlug und ihr der Atem stockte. „Wer wird denn, vor so einen lächerlichen Drachen weglaufen“ hörte sich die Prinzessin sagen. Sie schluckte all ihre Ängste herunter und mit dem Herzen eines Löwen durchtrat sie das Tor. Sie fand sich in einer weiten Halle wieder von der aus eine mächtige Treppe in das obere Stockwerk führte. Die Halle wirkte hell und einladend, das einzige unheimliche war das Gebrüll des Drachen. Kathrin ging behutsam die Stufen der breiten Treppe hinauf, während die lauten Schreie von Préjugé immer näher kamen. Im oberen Geschoss waren die Laute zum Greifen nahe, sie kamen aus einem Raum am Ende des langen Flures, der vor Kathrin lag. Prinzessin Kathrin ging vorsichtig, aber bestimmt auf den Raum zu und öffnete behutsam die Tür. Hinter der Tür lag ein langer, breiter Saal, der bis auf einen Läufer vor Kathrins Füßen vollkommen leer war. An der rechten Wand befand sich ein Fenster, durch das sanftes Licht drang, dass die hälfte des Raumes etwas erhellte. Nur der hintere Teil des Raumes war noch in Dunkel gehüllt. In der Dunkelheit sah Kathrin zwei rote Augen teuflisch aufleuchten. „Wer bist du und was willst du hier?“ hörte sie eine tiefe, feste Stimme sprechen. „Was glaubst du denn Drache? Ich bin Prinzessin Kathrin und ich werde mein Land von dir befreien.“ Der Drache begann laut zu lachen. „Du? Wer glaubst du, wer du bist, dass du es wagst so mit mir zu sprechen?“ „Für einen so schrecklichen Drachen bist du aber empfindlich.“ Entgegnete Kathrin frech. Plötzlich richtete der Drache sich auf, sein Schatten begann zu wachsen und schien alles in den Raum zu verschlingen. Préjugé kam langsam aber direkt auf Kathrin zu. Der Drache war viel kleiner als Kathrin erwartet hatte, während er auf sie zukam schien er immer kleiner zu werden. Jetzt stand Préjugé direkt vor ihr und sich in seiner vollen Größe vor ihr auf. Er war gerade mal drei Köpfe größer als Kathrin. „Du glaubst du kannst mich besiegen?“ lachte der Drachen selbstsicher „ Ich werde dich töten, Prinzessin, mit nur einen Feuerstrahl.“ Préjugé holte tief Luft und Kathrin war klar, dass sie sich schnell etwas einfallen lassen musste. Und noch bevor der Drachen Feuer speien konnte zog Kathrin mit einem so kräftigen Ruck, dass es jeden Helden im Land Ehre gemacht hätte, an den Läufer auf dem der Drachen stand. Préjugé fiel erschrocken um. Er erinnerte Kathrin irgendwie an einen Marienkäfer der hilflos auf dem Rücken lag. Kathrin zögerte nicht lang und zog ihr Schwert, das sie ihm drohend an die Kehle hielt. Der Drachen erkannte seine Lage und begann sofort zu betteln und zu flehen. „Bitte Prinzessin, töte mich nicht, ich hatte nichts Böses im Sinn.“
Im Land Sola- Quasi zog wieder der Frieden ein. Die Herrscher bezogen wieder das Schloss und luden alle Bauern ein zu feiern. Von nun an waren alle im Land glücklich und niemand hatte jemals wieder Angst vor dem Schloss. Was Préjugé anging, wurde er trotz seines beteuern und flehen aus der Stadt gejagt und ward von nun an nicht mehr gesehen, denn. »Was du nicht willst, das man dir tu, das füge keinen andren zu«

Jasmin Schöntaube



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