Ost-West-Musical-Diskussion


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Abgeschickt von Dirk Michael Boche am 01 Maerz, 2004 um 12:25:24

Zwei Staaten sind zusammengewachsen. Und das ist gut so! Menschen die einst eins waren, wurden gewaltsam getrennt und wuchsen zeitgleich unter ganz unterschiedlichen Bedingungen auf.

Im Schleier der Zeit verwischen nun die Erinnerungen. Schon bald wird sich niemand mehr erinnern, an die zwischenmenschlichen Befindlichkeiten, an die kleinen und großen Geschichten im Hintergrund zweier Staaten, die Anfangs euphorisch und dann doch nicht gleich so zusammenwachsen wollten. – Für zukünftige Generationen und gegen das Vergessen:

Musical: „EAST SIDE – WEST SIDE“
copyright story: dmb-project, Dirk Michael Boche, Magdeburg January 2001

Die Story in short form:

1.Szene: zu nächtlicher Zeit begegnen sich zwei dunkel gekleidete Personen auf einer spärlich beleuchteten Straße in Berlin Mitte. Als sie schon fast aneinander vorbei gegangen sind dreht sich der eine (Michael) um und spricht den anderen an: „Hochwürden! – Sie sind doch ein Hochwürden?“ – „Ja, daß bin ich!“. „Hochwürden“ :entgegnet Michael mit bedrückender Stimme: „ich habe schwere Schuld auf mich geladen. Ich habe aus Egoismus untätig zugesehen wie mein bester Freund erschlagen wurde und ich habe fast eine Liebe zerstört!“ – Michael beginnt die Story zu erzählen  in dem Moment hebt sich das Bühnenbild der 1.Szene und gleitet zügig in den Hintergrund bis es verschwimmt, gibt dabei das Bühnenbild der 2.Szene frei; die Story (1.Akt) beginnt:

August 1961 an der Sektorengrenze im Osten Berlins: die heranwachsenden Jugendlichen Michael, Andreas und Christine müssen erleben wie vor ihren Augen und den Augen zahlreicher Bürger die „Berliner Mauer“ entstehen soll. Spontan stiftet Michael seinen Schulfreund Andreas zur Flucht an; kann Andreas von dem Plan begeistern bei Michaels Verwandtschaft im Westsektor unterzutauchen, und versucht auch seine Jugendliebe Christine von diesem spontanen Plan zu überzeugen. Christine hat Angst und warnt davor; bittet Michael und Andreas von diesem Plan Abstand zu nehmen. Michael läßt sich jedoch von diesem impulsiven Fluchtgedanken nicht abbringen. „Jetzt oder nie!“ und läuft plötzlich los. Andreas will ihm noch an die Schulter greifen und stoppen, entreißt dabei unbewußt Michaels Halskette, eine Kette mit einem silbernen Kreuz; dann läuft auch Andreas los!

Während Michael die Flucht gelingt, wird Andreas von einem Stein am Hinterkopf getroffen, geworfen von einem Wachposten. Andreas bleibt blutüberströmt und regungslos am Boden liegen; ein Aufschrei, die Augenzeugen sind geschockt!  Ende 1.Akt.

2. bis vorletzter Akt:
>Euphonisch und bedrückend zugleich der Song vom „kalten Krieg“: „Hier ist der Osten – Hier ist der Westen“<; auf einer Leinwand (oberhalb der Bühne) läuft eine Ost-West-Collage von Nachrichten und Zeitzeugen ab: "den Sozialismus in seinem Lauf, hält weder Ochs noch Esel auf!", ect.. – Doch dann: 
Im Osten beginnt die Zeit des friedlichen Aufstandes; „Wir sind ein Volk!“: tönen die Rufe in der Republik; und Kerzen brennen in überfüllten Kirchen. Christine hat die einstige Jugendliebe Michael nie ganz vergessen, doch seit zehn Jahren ist Christine mit Frank verlobt. Ab und zu schleicht sie sich heimlich zu nächtlicher Zeit aufs Dach, schaut und träumt in Richtung Westen; denkt an Michael. – Dann fällt die Mauer und in den Gefühlsströmen der Wiedervereinigungsnacht lernt Christine am Brandenburger Tor den Amerikaner Bob kennen.

Bob ist begeistert von Christine! Er liebt Christine und möchte daß sie mit ihm in die Vereinigten Staaten von Amerika geht. Euphorisch erzählt er von seinem „Land der unbegrenzten Möglichkeiten“, erzählt von seiner Farm; erobert mit seinem amerikanischen Charme Christines Herz. – Doch auch Michael hat Christine nie vergessen können. Michael taucht wieder auf und fordert seine Jugendliebe zurück!

Christine wird in ihren Gefühlen zerrissen! – Sie ist doch mit Frank zusammen; darf man sich denn mit vierzig Jahren noch auf das Abenteuer einlassen, einen fünfzehn Jahre jüngeren Mann (Bob) zu lieben? - Und die Erinnerungen an die einstige Jugendliebe Michael, und dessen Drängen (nach seiner Rückkehr)? – Wenig Verständnis findet Christine auch bei ihren Eltern; diese waren schließlich immer schon gegen Frank und für Michael! – Sie verbünden sich mit Michaels Eltern; können jedoch auf Christine keinen Einfluß mehr nehmen.

Michael hat sich verändert, eckt immer wieder mit seinen besserwessihaften Lebensansichten bei Christine an. – Doch auch Frank ist verunsichert und hat ständig Schwierigkeiten mit seinen Ansichten zur Wiedervereinigung. Zudem fürchtet er Michael als Konkurrent, während er hofft das sich die Affäre zwischen Christine und Bob von alleine erledigen wird, da Bob in wenigen Tagen zurück in die USA muß.

Frank versucht Bob auf seine Seite zu ziehen um Michael endgültig als Nebenbuhler los zu werden; behauptet gegenüber Bob daß Michael schuld an dem Tod von Andreas sei! – Als Christine daß mitbekommt, steht sie jedoch zu Michael und klärt Bob auf daß Michael keinerlei Schuld an dem vermutlichen Tod von Andreas trifft.

Frank hat mit dieser Intrige endgültig verloren und verläßt Christine. Michael spürt daß er von Christine noch immer geliebt wird; daß Christine aber in Ihren Gefühlen zerrissen ist bricht auch ihm das Herz.  Letzter Akt: Michael gibt Christine zu Gunsten Bobs frei; Christine und Michael bleiben aber innige Freunde. Christine ist nun innerlich befreit und folgt ihrem Herzen, sie geht mit Bob in die USA.

Zu nächtlicher (ab hier Szene vom Beginn zum 1.Akt) Zeit begegnen sich zwei dunkel gekleidete Personen auf einer spärlich beleuchteten Straße in Berlin Mitte. Als sie schon fast aneinander vorbei gegangen sind dreht sich der eine (Michael) um und spricht den anderen an: „Hochwürden! – Sie sind doch ein Hochwürden?“ – „Ja, daß bin ich!“. „Hochwürden“ :entgegnet Michael mit bedrückender Stimme: „ich habe schwere Schuld auf mich geladen. Ich habe aus Egoismus untätig zugesehen wie mein bester Freund erschlagen wurde und ich habe fast eine Liebe zerstört!“ – Der Hochwürden öffnet seine zur Faust geballten Hand, in der sich eine Halskette mit einem silbernen Kreuz befindet. – Der Hochwürden ist Andreas! – Michael ruft freudig und erstaunt zugleich: „Meine Kette! - Andreas, Du lebst!“  Andreas und Michael fallen sich wortlos in die Arme (Happy End).  schneller Vorhang  Ende letzter Akt.

Verabschiedung/Zugaben

 zu einem musikalischen Abspann laufen auf der Leinwand oberhalb der Bühne die Namen aller Beteiligten: Regisseur, Dramaturgie, Komposition, Storyboard, Schauspieler, Musiker, Maske, Beleuchtung, ect. - nochmals Verabschiedung; eventuell weitere Zugaben.

_ Dirk Michael Boche, geboren 1961 in Braunschweig (Niedersachsen); lebt seit 1993 in Magdeburg (Sachsen-Anhalt)



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